Die Verteilung der mikro:bit in UK hat begonnen

Die kostenlose Verteilung von mehr als einer Million mikro:bit Microcomputern an alle 11-12 jährigen Schülerinnen und Schüler in UK hat begonnen.

Der mikro:bit wird gern als Schweizer Taschenmesser für alle Arten technischer Projekte bezeichnet, weil er so universell einsetzbar ist und Technik anfassbar macht für jede und jeden.

Das Projekt wurde von der BBC initiiert und es wird in allen Medien der BBC weiter begleitet. So gibt es Einführungen für Lehrer und Eltern auf TV und Internet. Schon jetzt haben die Kinder hunderte von Beispielen selber entwickelt und teilen sie per community miteinander. Es macht eben am meisten Spaß, wenn man voneinander und miteinander lernt, der micro:bit ist dafür die ideale Plattform.

Mit dem micro:bit geht der Einstieg in die Technik und das Selbermachen ganz schnell. Auf der Platine sind schon 25 LEDs, Taster, Beschleunigungssensor und Kompass fest verbaut, die ersten Spiele sind schnell grafisch programmiert. Anschlüsse zu externen Sensoren, Antrieben und Bussystemen stehen zur Verfügung.

Mit dem mikro:bit ist der Weg nach oben offen, auch die unter Profis weit verbreitete Programmiersprache Python ist Teil der Programmierumgebung.

Das mikro:bit Projekt ist ein ausgezeichneter Einstieg in das Internet der Dinge und es bereitet damit schon heute auf die Zukunft von Industrie 4.0 vor.

Damit werden in UK ganz sicher auch neue Standards für die technische Bildung für Kinder im Grundschulalter gesetzt.

Mehr Infos hier
https://www.microbit.co.uk/
und hier
https://www.techwillsaveus.com/microbit/

In 6 Stunden zurück zum Urknall

Cern1Der Urknall liegt nach heutigem Stand der Wissenschaft 13,7 Milliarden Jahre zurück. Aber was die Welt im Innersten in den ersten Sekundenbruchteilen zusammenhielt, das wird nur 6 Stunden und 550 km von Esslingen entfernt im Europäischen Kernforschungszentrum CERN in Meyrin nahe bei Genf erforscht. Die Physikfreunde des Rüdern TechnikClub RTC wollten bei ihrem Besuch im Januar genau wissen, was dort abläuft. Bei der Ankunft war schon die Kulisse beeindruckend, fast wolkenlos blauer Himmel mit Blick auf die nördliche, schneebedeckte Bergkette in Frankreich und den Genfer See und die Stadt im Süden.

Cern2Der Empfang im berühmten Gebäude 33 verlief unerwartet unspektakulär, die Liste der 24 Besucher reichte als Eintrittskarte. Allen war dabei bewusst, dass sie dem dem eigentlichen Ziel des Besuchs, dem Large Hadron Collider LHC, schon ganz nahe gekommen waren. Der fast kreisrunde Tunnel mit dem 27 km langen LHC ist genau unter ihnen in 100 Metern Tiefe vergraben. Er reicht vom Stadtrand von Genf bis vor die französischen Berge. Schon an den im freien Gelände endenden, mächtigen Hochspannungsleitungen war erkennbar, wie viel elektrische Energie zum Betrieb des LHC im Tunnel darunter nötig ist: im Betrieb „schluckt“ der LHC mehr als 30 % der Energie der Region Genf.

Cern3

Bild: CERN

Unser Guide, selbst 30 Jahre lang Forscher am Cern und auch nach 15 Jahren Ruhestand noch voll dabei, erläuterte mit vielen Bildern und deutlich gezeigter und wachsender Begeisterung den Aufbau des LHC und die Funktion der riesigen Detektoren, mit denen die Bahnen der Teilchen vermessen werden, die im Stoß neu entstehen und dann weiter und weiter zerfallen. Für die Physiker am LHC sind diese Vorgänge deswegen so interessant, weil die Teilchen sich dabei so verhalten wie Teilchen beim Urknall. Bei den Billiarden von untersuchten Ereignissen konnten dann immer wieder die Elementarteilchen identifiziert werden, die Peter Higgs und François Englert vor 60 Jahren vorausgesagt haben und die immer noch fälschlicherweise mit Gottesteilchen bezeichnet werden.

Die gut vorbereiteten Teilnehmer ließen sich von der Detailfülle nicht beeindrucken und fragten nach, z. B. wie denn die gezeigten Bilder der Zusammenstöße entstünden und wie man darin das Auftreten bestimmter Teilchen nachweisen könne. Die Antwort: in einem mehrstufigen, superschnellen und hochpräzisen Filterungsprozess in einem extra eingerichteten, weltweiten Computernetzwerk kommt man letztlich „auf den Punkt“. Hinter dem maschinellen Netzwerk steht ein weltweites menschlichen Netzwerk von mehr als 10.000 Forschern und Technikern in vielen wissenschaftlichen Laboren, die programmieren, kontrollieren, diskutieren und Schlüsse ziehen.

Im CERN wird täglich gezeigt, dass so viele Menschen freiwillig und unabhängig von Staatszugehörigkeit, Ethnie, Religion, Sprache etc. sehr erfolgreich an einem gemeinsamen Ziel arbeiten können. Die wirklichen Antriebskräfte dafür, so unser Guide, sind menschliche Begeisterung und Neugier. Neben dem Staunen über die hervorragenden Forschung war das die wichtigste Erkenntnis für alle und es ist wohl auch das ganz Besondere am CERN.
Cern4Vieles am Erfolg des LHC ist schlicht und einfach „Knochenarbeit“. Nur permanente Tests aller Komponenten ermöglichen den sicheren Betrieb der Anlage.

Trotz des großartigen Erfolgs wird am LHC weiter geforscht. Die Identifizierung des Higgsteilchens hat zwar das sog. Standardmodell der Elementarteilchen bestätigt. Es sind aber immer noch viele Fragen offen, z.B. die nach der dunklen Energie oder der dunklen Materie. Für diese Untersuchungen ist ein noch stärkerer LHC für noch mehr Teilchen und noch höhere Energie nötig. Beschwichtigend fügte unser Guide hinzu, dass der jetzige LHC für die geplanten Untersuchungen der nächsten 10 Jahre schon noch ausreichte, trotzdem gäbe es auch schon die ersten Entwürfe für den LHC 2.0.

Computer als Autofahrer zugelassen

Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) in USA hat in einem Brief an Google erklärt, dass ein fahrerloses Auto technisch als Fahrer zu werten sei. Die Umsetzung in Gesetze soll bis Juni 2016 erfolgt sein.

Ein Grund für die Zustimmung mag auch sein, dass mehr als 49% der Fahrer in USA verbotenes  „text and drive“ zugeben, also das Bedienen von Smartphone oder Tablet beim Fahren.
Konsequenz: geschätzte 910.000 Unfälle in 2013

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Integration durch Technik

2016-02-10 11.54.10Vermittelt durch Ernst Wörner, der seit vielen Monaten ehrenamtlich Menschen in der Unterkunft in der Turnhalle des Schulzentrums in Zell betreut, trafen sich 12 junge Syrer am Mittwoch in ihrem nagelneuen Wohnheim mit Hermann Klinger vom Rüdern TechnikClub.
Schon die Vorstellungsrunde zeigte das große Interesse an den vorgestellten Projekten aus dem RTC und Mikroprozessor, LED, Software, Antrieb, Sensor waren keine Fremdwörter. Kein Wunder, in der Runde waren 5 erfahrene Personen aus der Computerbranche, zwei Elektroingenieure, 2 Kfz Mechaniker und ein Schüler. Und so wurden die auf dem Tisch liegenden Objekte auch fachmännisch und simultan in drei Sprachen untersucht, in deutsch, englisch und arabisch.
Auch die Frage, wie es denn jetzt konkret weitergeht, konnte geklärt werden: Der RTC bindet die Gruppe in seine laufenden Aktivitäten ein. So wird der nächste Firmenbesuch des RTC bei MAD MUSIC in Wangen schon ein gemeinsamer Besuch werden und die Tür für das wöchentliche Offene Labor des RTC steht offen.
Auch für die noch fehlende persönliche Ausstattung der Gruppe ist schon vorgesorgt: Die Firma Pilz überlässt uns 9 gebrauchte PCs, die wir noch mit Keyboard, Maus, Bildschirm und Festplatte aufrüsten müssen. Das sollte aber kein Problem sein bei dem geballten Wissen und der hohen Motivation der Gruppe. Gebrauchtes, gutes Material ist dabei herzlich willkommen. Bitte dazu Info an den RTC unter info@davinci-tc.org.

Carolo Cup 2016 Finale

Mit dabei beim Carolo-Cup 2016:
Team CDLC, TU Braunschweig
ISF Löwen, TU Braunschweig
e.Wolf, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
Ostfalia-Cup, Ostfalia, Hochschule für angewandte Wissenschaften
oTToCAR, Otto‐von‐Guericke Universität Magdeburg
OSCAR, Hochschule Osnabrück
it.movES, Hochschule Esslingen
NaN, Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg
THM, TH Mittelhessen
Pegasus, Chalmers University of Technology Göteburg
Berlin United ‐ Racing Team, Freie Universität Berlin
Team GalaXIs, RWTH Aachen
TUM Phoenix Robotics, TU München
KITcar, Karlsruher Institut für Technologie
Team Spatzenhirn, Universität Ulm
Querlenker, Hochschule Karlsruhe (Junior Cup)

Die Esslinger it.movES wurden 12. bei 15 Teilnehmern

Zum  Finale

Der RTC macht IoT

Im winterlich verschneiten Davos war die „Vierte Industrielle Revolution“ das heiße Thema für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Für den RTC ergibt sich daraus die Fragestellung, was man heute schon tun kann, um sich auf diese Zukunft vorzubereiten.
Die technische Basis für Industrie 4.0 ist das Internet der Dinge, kurz IoT. Daten von Sensoren werden erfasst, übers Internet vernetzt und an Antriebe, Motoren usw. weitergeschickt, und mit der Planung für 2016 ist der RTC ganz praktisch dabei. Wir nutzen dabei vor allem die Tatsache, dass die benötigten Bauteile und Komponenten in bester Qualität zu niedrigen Kosten verfügbar sind.

Der Raspberry Pi 2016-01-22 18.16.50Zero als Beispiel ist der weltweit erste vollständige Computer für weniger als 10 €. Marko hält ihn bei der ersten Inbetriebnahme in der Hand.

Das mit einem Propeller angetrieben Fahrzeug von Arvid lässt über ein Handy 2016-01-22 17.47.56steuern. Ein nächster Schritt wird sein, mit weiteren Sensoren zur Abstandserkennung einen ersten Schritt zum autonomen Fahren anzugehen.

Auch die weiteren Schritte zum IoT sind vorgezeichnet:
Jannis und Julius untersuchen gerade das weltweit erste Mobiltelefon, das aus vorgefertigten Modulen selbst zusammengebaut werden kann. Selbstverständlich lassen sich damit alle Informationen aus 2016-01-22 17.44.38dem Fahrzeugmodell übers Telefon einlesen oder auf Bedarf abfragen und weiterverarbeiten.
Es wird die wirkliche Herausforderung sein, die Programmierung des Telefons zu erkunden und für die eigenen Ideen zu nutzen. Die dafür notwendigen Programmiersprachen stehen auf dem Raspberry Pi Zero zur Verfügung.

Wir werden die Ärmel hochkrempeln müssen, um alles so zum Laufen zu bringen, wie wir es uns vorstellen. Für jugendliche und erwachsene Mitstreiter im offenen Labor des RTC stehen die Türen offen. Bitte melden unter info@davinci-tc.org.

 

Der RTC auf dem Weg zum Auto der Zukunft

In Kalifornien ist das Autos der Zukunft seit September 2015 auf öffentlichen Straßen zugelassen. Zwar muss immer noch jemand mit Führerschein im Auto sitzen und im Fall des Falles eingreifen. Bei der neuen Generation des selbstfahrenden Autos von Google, das jetzt getestet wird, gibt es weder Lenkrad noch Bremse!

Beim Besuch der Hochschule Esslingen am Freitag, dem 18.12. ging der RTC der Frage nach, wie so ein selbstfahrendes Auto funktionieren. Die Professoren Jürgen Koch und Reiner Marchtaler, ihre Mitarbeiter und Studenten hatten dazu die Türen ihrer Labors ganz weit aufgemacht.

Und der Stress unter dem das Team stand, war deutlich zu spüren: Im Februar 2016 stellt sich das Team mit seinem Modellfahrzeug, genannt „Käpsele“ im internationalen Carolo Cup Wettbewerb der Uni Braunschweig als Favorit und haushoher Sieger des Junior Cup 2015.

Und so stand das neue KaepseleKäpsele vor den Besuchern des RTC. Viele Komponenten und Baugruppen kamen den Besuchern des RTC sehr bekannt vor, sie verwenden sie auch in ihrem Segway Modell, das gerade im Aufbau ist. Spannend wurde es dann, als es um das Zusammenspiel der Einzelkomponenten in der Software ging, das man auch live auf dem Bildschirm verfolgen konnte. So sieht man genau, wie der seitlichen Abstandssensor misst, wie weit das Käpsele noch vom Randstein oder einem sonstigen Hindernis entfernt dahinfährt.

REinparkenichtig spannend wird es, wenn das Käpsele einparken soll. Im Wettbewerb ist die Parklücke nur 50% länger als das Fahrzeug. Das Käpsele muss den Parkplatz selbstständig erkennen und auch seine genau Lage. Dann muss es schnell gehen mit dem Einparken, die Zeit zählt.

Viel Fragen blieben offen, z.B. die von Tobias: „Wer haftet, wenn’s kracht?“. Klar dagegen war die Absicht alles Beteiligten, in Zukunft zusammenzuarbeiten. So wurden die Jugendlichen schon heute zu Programmierworkshops für Anfangssemester im nächsten Jahr eingeladen!

Mit dem RTC auf den Weg zum Urknall

Cern View

Cern View

Am 4. Juli 2012 trat die Europäische Organisation für Kernforschung CERN in Genf mit einer Sensa-tionsmeldung an eine staunende Öffentlichkeit: fast 50 Jahre nach seiner Ankündigung sei das Higgs-Teilchen, irrtümlich auch „Gottesteilchen“ genannt, sicher nachgewiesen.
Die Experimente dazu wurden am Large Hadron Collider LHC in Genf durchgeführt.

Die Fakten zum LHC

  • Er ist der größte und stärkste Teilchenbeschleuniger der Welt
  • Er ist 27 km lang und 100 m unter die Erde vergraben
  • Die supraleitenden Magnete werden auf  -271 ° C gekühlt,
    das ist kälter als im Weltall
  • Bei der Kollision von 2 Protonen entstehen Temperaturen die 1.000.000 mal höher sind als im Innern der Sonne und fast so hoch wie beim Urknall
  • In den riesigen, bis zu 45 m hohen und 12.500 Tonnen schweren Detektoren kommt es zu mehr als einer Milliarde Kollisionen pro Sekunde
  • Zur Auswertung sind zehntausende Computer global im Netzwerk „Grid“ zum leistungsstärksten Supercomputer der Welt vernetzt.
  • Mehr als 10 000 Wissenschaftler aus allen Nationen sind dabei

    In der dreistündigen Führung für den RTC am Freitag, dem 15. Januar 2016 werden wir den LHC und die aktiven Forscher am LHC beobachten können.